Sonnenenergie vom Dach des Frischezentrums

SonnenanlageMinisterin Silke Lautenschläger und Stadtrat Volker Stein nehmen die größte Photovoltaik-Anlage im Rhein-Main-Gebiet in Betrieb.

Auf dem Dach des Frischezentrums Frankfurt am Main erzeugt ab sofort eine Photovoltaik-Anlage umweltfreundlichen Strom aus Sonnenenergie. Mit insgesamt 6.000 Modulen ist sie derzeit die größte Anlage ihrer Art im Rhein-Main-Gebiet und die zweitgrößte hessenweit. Am heutigen Donnerstagvormittag haben die hessische Energieministerin Silke Lautenschläger und der Aufsichtsratsvorsitzende der Frankfurter Frischezentrum GmbH, Stadtrat Volker Stein, die Photovoltaik-Anlage symbolisch per Knopfdruck offiziell in Betrieb genommen.

Von den insgesamt 6.000 einzelnen Solarmodulen wurden bislang 3.500 Module auf dem Dach der 23.000 Quadratmeter großen Markthalle errichtet, die nun in Betrieb gehen. Die restlichen 2.500 Module werden in den nächsten Wochen auf der 16.500 Quadratmeter großen Dachfläche der Lagerhalle entstehen und Anfang des nächsten Jahres ans Netz gehen. Insgesamt werden mit der Anlage künftig pro Jahr 1.140 Megawattstunden Solarstrom aus Sonnenenergie produziert. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch von rund 400 Haushalten. Für die Umwelt bedeutet das eine CO2-Entlastung von 650 Tonnen pro Jahr.

„Das Frischezentrum Frankfurt versorgt damit das Rhein-Main-Gebiet nicht nur mit frischem und hochwertigem Obst und Gemüse, sondern trägt nun auch zur umweltfreundlichen Energiegewinnung bei“, betonte Stadtrat Volker Stein bei der offiziellen Inbetriebnahme. Bereits seit einigen Jahren gab es Überlegungen, auf dem Dach des im Jahre 2004 neu eröffneten Großmarktes für frische Lebensmittel eine Photovoltaik-Anlage zu installieren. Allerdings entsprach die Dachkonstruktion lange Zeit nicht den damaligen Anforderungen solcher Anlagen. Erst die Entwicklung von leichteren Modulen mit modernerer Technik ermöglichte die endgültige Umsetzung. Nach sorgfältigem Planungsprozess entschied sich die Frischezentrum GmbH, die Dachfläche für 20 Jahre an einen externen und erfahrenen Partner zu verpachten. Diesen fand man in der Firma Wagner & Co und ihrer Tochtergesellschaft Solardach Invest aus dem oberhessischen Cölbe, die für die Installation und den kompletten Betrieb für die gesamte Vertragslaufzeit verantwortlich ist. Die Kosten der Anlage belaufen sich auf rund 3,4 Millionen Euro.

Das Frischezentrum Frankfurt am Main ist der erste Großmarkt in Deutschland, der mit einer Photovoltaik-Anlage in dieser Dimension auf den Dachflächen seiner Markthallen zu einer umweltfreundlichen Energiegewinnung beiträgt. „Das Frankfurter Frischezentrum nimmt damit deutschlandweit eine Vorreiterstellung ein. Ich würde mich freuen, wenn andere Betriebe diesem Beispiel folgen“, so Volker Stein.  

Das Frischezentrum Frankfurt am Main ist einer der modernsten Großmärkte für frische Lebensmittel in Deutschland und Marktplatz für rund 100 Großhandelsfirmen.

 

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